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| 01.08.2010 |
| „Nie wieder Mittagsschlaf am Sonntag“ |
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SWB: Frau Günther, Ihre Romane haben regionalen Bezug. Kam Ihnen daher die Idee, Ihre Leser und andere Interessierte an historische Schauplätze zu führen?
Nora Günther: Im Prinzip wurde ich angesprochen. Durch zahlreiche Veranstaltungen und Buchvorstellungen meines Romanes „Sturm der Verdamnis“ in Mühlberg ist ein enger Kontakt zu den Mühlbergern entstanden. Als mich Walter Beyer vom Gästeführerring Südbrandenburg/Nordsachsen einmal ansprach, ob ich nicht im Verein tätig sein möchte, fand ich den Vorschlag überlegenswert. Die Gästeführertagung im Februar in Freiburg, zu der ich eingeladen war, überzeugte mich dann endgültig.
Der Funke ist also übergesprungen?
Wenn man es so nennen will, ja. Ich habe gemerkt, dass hier viele Menschen organisiert sind, die etwas für die Leute in der Region tun möchten.
Denen haben Sie sich also angeschlossen und bieten Gästen jetzt was genau?
Ich habe verschiedene Touren zusammengestellt, die unabhängig von den feststehenden Terminen zusätzlich gebucht werden können. Auf den Touren möchte ich Geschichte zum Anfassen, Lauschen und Genießen vermitteln, Schlösser und Herrensitze aus dem Elbe-Elster-Land vorstellen und dabei aufregende Anekdoten erzählen.
Steht demnächst eine solche Zeitreise an?
Wer möchte, kann sich anmelden und mich am kommenden Samstag, dem 7. August ab 20 Uhr in den Erlebnis- und Miniaturenpark in Elsterwerda begleiten. An den faszinierenden Modellen werde ich beispielsweise verraten, warum ein Müller sein Heim abbrechen musste, für welches Schloss Unmengen Gulden veruntreut wurden und so manche andere spannende Anekdote erzählen. Natürlich wird im Park bei Nacht auch für besinnliche Musik, außergewöhnliche Speisen und Getränke gesorgt. Auch zu meiner ersten Radtour, welche am 8. August um 14 Uhr stattfindet, lade ich jetzt schon ein.
Auf was dürfen sich die Teilnehmer dabei freuen?
Wir werden den Spuren der Heideritter folgen. Dabei werden interessante Schauplätzen besucht, an denen ich berichte, wie alles begann, wer hier das Sagen hatte, wie und gegen wen das Land verteidigt wurde und vieles mehr.
Eine Radtour setzt ja Mobilität voraus. Interssierte Teilnehmer ohne Fahrrad haben da ja schlechte Karten?
Wir starten vom Haus des Gastes Bad Liebenwerda. Hier besteht die Möglichkeit, Räder auszuleihen. Dafür ist jedoch eine Voranmeldung erforderlich. Eine nächste Radtour wird am 12. September zu den Schlachtorten im langen Krieg führen. Und bei der nächsten Erlebnisführung in Bad Liebenwerda am 10. Oktober werden Marktvogt und Münzen, Büttel und Burgen vorgestellt.
Führungen, Radtouren … und was ist mit der Schriftstellerin Nora Günther?
Das ist eine Frage, die mir oft gestellt wird. Ich hatte in diesem Jahr vor, meinen Nachfolgeroman von „Sturm der Verdamnis“ auf den Markt zu bringen. Ich muss meine treuen Leser jedoch auf das kommende Jahr vertrösten. Die Gästeführertätigkeit nehme ich sehr ernst. Und wenn Sie wollen, ist das ja auch eine Art der Vermarktung meiner Romane. Das Schreiben habe ich nur zurückgestellt, nicht aufgegeben.
Aufgeben müssen Sie hingegen sicher viel Freizeit, oder?
Also momentan gibt es nie wieder Mittagschlaf am Sonntag. Ich bin viel unterwegs auch an den Wochenenden und arbeite dann, wenn sich andere entspannen wollen. Mir macht es aber Spaß, für diese Entspannung entsprechend zu sorgen.
Gespräch: Claudia Höhne
Buchungen, Anmeldungen und Infos:
Nora Günther
Hauptstraße 68 OT Prestewitz
04924 Uebigau-Wahrenbrück
Tel./Fax 035341 14995
www.nora-g.de
Quelle: SonntagsWochenblatt / Gespräch am Sonntag / 01.08.2010 |
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